Adam Senger

Karl Borromäus Glock

Brief

Ort: Bamberg

Datum: 12.02.1928

Artikelnummer: KKS202400337

Kontext

Brief

Inhalt

Senger dankt für die Übermittlung eines Büchleins und wird dieses im "Diözese-Amtsblatt" lobend erwähnen. Er wünscht dem jungen Unternehmen viel Erfolg

Maße: Das Blatt misst ca. 18,5 x 14,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte sehr gut erhalten und lesbar. Der Doppelbogen feinen Büttens mit Wasserzeichen, verso auf ein Trägerpapier montiert, mittig horizontal gefalzt, ganz leicht vergilbt und griffspurig, ganz vereinzelt winzige blasse Stockflecken, unten rechts fremdhändische Bleistiftannotation. Auf dem Träger oben rechts Tintenannotation. Sehr gut erhalten.

Provenienz

Im Berliner Kunsthandel erworben.

Adam Senger (geboren in Döringstadt, gestorben 1935 in Bamberg) war Weihbischof im Erzbistum Bamberg. Nach dem Besuch des Alten Gymnasiums in Bamberg, wo er 1878 das Abitur mit Auszeichnung absolvierte, studierte er in Bamberg Theologie. Am 22. Oktober 1882 zum Priester des Erzbistums Bamberg geweiht, war er anschließend als Kaplan in Hausen, Memmelsdorf, Fürth, Lichtenfels und Kronach tätig. Von Erzbischof Joseph von Schork 1891 zum Domvikar und Domprediger an den Bamberger Dom berufen, legte er diese Stelle 1893 nieder und begab sich von 1893 bis 1895 nach Rom, wo er zum Doktor des Kirchenrechts promovierte. Während der Zeit in Rom lebte am Priesterkolleg Santa Maria dell’Anima. Ab 1895 war er in Bamberg Gymnasiallehrer am Alten Gymnasium. Auch lehrte er seit 1905 am Bamberger Neuen Gymnasium.[2] 1902 wurde er zum Domherren des Erzbistums Bamberg berufen und 1911 von Erzbischof Friedrich Philipp von Abert zum Generalvikar der Erzdiözese ernannt. Papst Pius X. ernannte Senger am 2. Dezember 1912 zum Titularbischof von Comana Armeniae und Weihbischof im Erzbistum Bamberg. Die Bischofsweihe spendete ihm am 12. Januar 1913 Erzbischof Johann Jakob von Hauck.

Karl Borromäus Glock (geboren 1905 in Nürnberg, gestorben 1985 in Heroldsberg) war ein deutscher Verleger, Schriftsteller und Schlossbesitzer, der u. a. den christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus förderte. 1926 gründete Glock mit Viktor Lutz in der Feldgasse in Nürnberg einen Verlag und ging zur Buchproduktion über, wobei zunächst Glock selbst als Verlagsvertreter reiste. Kommerzielle Interessen standen schon damals nicht im Vordergrund, der Verlag hatte von Anfang an ein christlich-humanistisches Profil, organisierte Vorträge, Exkursionen und Drucke. 1931, beim 71. Deutschen Katholikentag in Nürnberg begegnete er Carl Muth, in dessen Fußstapfen er nach und nach trat. Nach dem Vorbild von dessen Zeitschrift Hochland (Zeitschrift) brachte Glock die Zeitschrift „Buch und Leben“ (später „Besinnung“) heraus, in der Angriffe auf die NS-Zeitschriften Der Stürmer und Völkischer Beobachter abgedruckt wurden, was zum Verbot der Verlagsdruckerei und der Zeitschrift führte. Weil Glock die Zeitschrift trotzdem unter dem Tarnnamen „Grundkatalog Deutscher Literatur“ weiterführte, wurde er 1935 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er nur wegen einer Amnestie nicht antreten musste. Nach dem Krieg mussste Glock seinen Verlag neu aufbauen, 1945 erhielt er eine Verlagslizenz der amerikanischen Besatzungsmacht und entwickelte sein weitgespanntes Verlagsprogramm, legte Vorkriegsautoren und klassische christliche Werke wieder auf, außerdem seine Verlagszeitschrift. Er entwickelte weitgespannte Buchreihhen und gründete unterschiedliche Gesellschaften, für die er internationale Autoren gewinnen konnte. 1981 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.

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