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Verweile doch - es ist so schön!

Carl Johann Lasch | Berglandschaft mit Bachlauf | Öl auf Leinwand | um 1860

16.06.2026

Die nur wenig bekannten Landschaften des vorrangig in Genre und Porträt etablierten Carl Johann Lasch (18221888) offenbaren nicht nur eine erfrischend schwungvolle Malart mit harmonischem und fein abgestuftem Kolorit, durch die beinahe ätherische Lichtführung wird aus scheinbar banalen Lokalitäten immer wieder ein Sehnsuchtsort. Der stilistisch zunächst in der Romantik verhaftete, talentierte Künstler hatte bereits im Alter von 16 Jahren an der Akademie in Dresden studieren und sich bei Eduard Bendemann privat ausbilden lassen dürfen, gelangte auf Empfehlung desselben in der Münchner Akademie unter die Fittiche Kaulbachs und Schnorr von Carolsfelds, wo er sich zunächst begeistert in die Historienmalerei verbiss. Herausragende Fertigkeiten zeigte der interessierte Wandervogel aber auch als Porträtist u. a. in Moskau und Paris, bevor er sich 1860 - zur ungefähren Entstehungszeit des hier vorgestellten Bildes - in Düsseldorf niederließ. Der Aufenthalt in Paris, in dem sich Ende der 1850er Jahre die plein-air-schillernde Schule von Barbizon und der aufkommende Impressionismus die Klinke in die Hand gaben und die Landschaftsmalerei neuen Aufschwung erhielt, wird Lasch neue Impulse gegeben und für vermehrte Beschäftigung mit eben jener Gattung gesorgt haben. 

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