Startseite: Carl Fischer, Kunstkeramische Werkstätten Bürgel
Carl Fischer, aus Döbeln, studierte 1909–1911 an der Keramischen Fachschule Bunzlau und volontierte bei Max Neumann in Bürgel. Ab 1912 arbeitete er als Laborant bei Rosenthal in Selb. 1919 übernahm er mit Hilfe seiner Eltern die große Töpferei von Max Hohenstein und baute den bestehenden Kundenstamm mit Jugendstilformen und moderner, expressiver Keramik aus. Produziert wurde in Schlickerdekoration und Spritzguss, zeitweise wirkte die Glasurexpertin Gerda Conitz mit. Enge Kontakte nach Dornburg (Bauhaus) und zur Burg Giebichenstein führten zu Kooperationen, u. a. mit Gustav Weidanz; die Ware wurde europaweit und in die USA exportiert. Nach 1933 dominierte ein von Fischer entwickeltes Stapelgeschirr für Kantinenaufträge der Thüringischen Landesregierung, was das Ende der avantgardistischen Linie bedeutete.
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