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Startseite: Eberhard Göschel

Eberhard Göschel (geboren 1943 in Bubenreuth; gestorben 2022 in Dresden) war ein deutscher Maler, Grafiker, Plastiker und Aktionskünstler. Nach einer Gebrauchsweberlehre studierte er von 1964 bis 1969 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, unter anderem bei Herbert Kunze, und schloss als Maler/Grafiker mit dem Diplom ab. Seit 1969 arbeitete Göschel freischaffend, 1977–1980 war er Meisterschüler bei dem Bildhauer Theo Balden an der Akademie der Künste der DDR. Göschel lebte und arbeitete überwiegend in Dresden sowie im erzgebirgischen Fürstenau, wo er seit Ende der 1960er-Jahre ein Bauernhaus als Atelier nutzte. Zwischen 1975 und 1982 war er Mitglied der Arbeitsgruppe Ausstellungen des Leonhardi-Museums, die er zeitweise leitete. Hier organisierte er programmatische Projekte der Dresdner Gegenwartskunst. 1978 gehörte er zu den Gründern der freien Druckwerkstatt Obergrabenpresse in Dresden, die sich als künstlerisch und kulturell unabhängiges Zentrum etablierte. Künstlerisch entwickelte Göschel eine überwiegend abstrakte, gegenstandslose Bildsprache, in der Fläche, Farbe, Struktur und Materialität im Vordergrund stehen. Charakteristisch sind vielschichtige Malgründe, Riefelungen, Linienbänder und reliefartige Farbmassen, die er durch Auftragen, Schaben und Überarbeiten zu dicht strukturierten Bildflächen verdichtete. Mit dieser konsequent eigenständigen Position verweigerte er sich der in der DDR offiziell geforderten Kunst des sozialistischen Realismus, weshalb ihm große staatliche Ausstellungen verwehrt blieben, während er in freieren Kontexten kontinuierlich ausstellte. Nach 1989 wurde sein Werk bundesweit in Museen und Galerien gezeigt.

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