Startseite: Ephraim Moses Lilien
Ephraim Moses Lilien (geboren 1874 in Drohobycz, Galizien, Österreich-Ungarn, gestorben 1925 in Badenweiler) war ein galizisch-jüdischer Grafiker, Illustrator, Maler und Fotograf, der vor allem durch seine ornamentalen grafischen Arbeiten im Jugendstil und seine Exlibris bekannt wurde. Von dem 1. Preis in einem Malwettbewerb reiste Lilien zum Studium nach Wien, doch das Geld reichte nicht einmal für die Immatrikulation. 1894 ging er nach München, wo es ihm nach ein paar Jahren gelang, erste Aufträge, unter anderem für die Zeitschrift Jugend und den Süddeutschen Postillon zu erhalten. 1896 gewann er den 2. Preis in einem Fotografierwettbewerb der Jugend. 1899 zog Lilien nach Berlin, wo er sich erfolgreich als Werbegrafiker etablierte und in den Kreisen der Bohème verkehrte. Mit dem von ihm illustrierten und gestalteten Buch Juda, einer Sammlung von Balladen des nichtjüdischen Dichters Börries von Münchhausen, wurde Lilien 1900 zum „ersten zionistischen Künstler“ und stellte in den folgenden Jahren seine Arbeit fast gänzlich in den Dienst der nationaljüdischen Idee. Mit seinen Arbeiten prägte er das Erscheinungsbild der jungen zionistischen Bewegung nachhaltig. 1916 meldete sich Lilien, der aufgrund seiner Geburt in Galizien österreichischer Staatsbürger war, freiwillig, um auf Seiten Österreich-Ungarns am Ersten Weltkrieg teilzunehmen. Lilien wurde zunächst an die osmanische Front und später in den Nahen Osten entsandt, um Fotos und Zeichnungen vom Kriegsgeschehen und den diversen Kriegsschauplätzen anzufertigen. 1920 zog Lilien mit seiner Familie nach Braunschweig, hier erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.
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