Startseite: Eva Stricker-Zeisel
Eva Stricker-Zeisel, bekannt als Eva Zeisel (geb. als Éva Amália Stricker 1906 in Budapest; gestorben 2011 in New City), war eine ungarischstämmige US-amerikanische Industriedesignerin und Keramikerin, die international vor allem durch ihre Entwürfe für keramisches Gebrauchsgeschirr bekannt wurde. Nach einem frühen Kunststudium in Budapest wandte sie sich bewusst von der freien Malerei dem angewandten Arbeiten zu und entwickelte sich von der handwerklichen Keramikpraxis hin zur Gestaltung für die industrielle Serienproduktion. In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren arbeitete Stricker-Zeisel in Deutschland für verschiedene Keramikunternehmen, darunter Stationen in Hamburg sowie bei der Schramberger Majolikafabrik. Später war sie auch für den Carstens-Konzern tätig. In den 1930er Jahren ging sie in die Sowjetunion, übernahm dort leitende Funktionen im staatlichen Keramikbereich, wurde 1936 im Zuge politischer Repressionen verhaftet und nach längerer Haft schließlich ausgewiesen. Über Stationen in Europa emigrierte sie 1938 mit ihrem späteren Ehemann Hans Zeisel in die USA und ließ sich in New York nieder. In den Vereinigten Staaten setzte sie ihre Arbeit als Designerin fort und lehrte u. a. am Pratt Institute. Zu ihren bekanntesten Entwürfen zählt das für MoMA und Castleton China entwickelte „Museum Dinner Service“ (ca. 1942–45), das ihre Stellung als prägende Gestalterin moderner Tischkultur festigte.
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