Startseite: Léopold Flameng
Léopold Flameng (geboren 1813 in Brüssel; gestorben 1911 in Courgent) war ein französischer Graveur, Illustrator und Maler. Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er bei Luigi Calamatta und Jean Gigoux. Er wirkte außerdem mit an der Zeitschrift Beaux-Arts. 1898 zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts gewählt. Er illustrierte mehrere Bücher über Paris und zahlreiche literarische Werke klassischer und zeitgenössischer Autoren, darunter Boccaccio, Paul Scarron, Victor Hugo und François Coppée.
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Léopold Flameng
Camille Desmoulins
o.J., Kaltnadelradierung auf chamoisfarbenem Pergament
Darstellung: Reproduktionsgrafik von Leopold Flameng nach der gleichnamigen Zeichnung von Francois Flameng (1856-1923). - Der französische Offizier Guillaume Brune ist zu Besuch bei den Desmoulins am Vorabend von Camille Desmoulins Verhaftung durch Robespierre, 29. März 1794, der einer der Führer der Französischen Revolution war, um selbigen zu warnen. Die Szene scheint das Mittagessen zu schildern. Camille hält links seinen Sohn Horace nach oben und soll Guillaumes Hinweis mit den Worten "Edamus et bibemus, eras enim moriemur“ (Lass uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben) abgewiegelt haben. Seine Frau Lucile schaut den beiden zu. Sie wird wenige Tage nach Camilles Hinrichtung selbst zum Schafott geführt. Am rechten Rand trägt ein Dienstmädchen ein Tablett. - Filigranste und detailreiche Ausführung, die die häusliche Situation in historischem Moment einfängt. Flameng schildert verschiedenste Stofflichkeiten, wie die der Teppiche, das Durchscheinen der zarten Gardinen am Fenster, den Faltenwurf des Kleides sowie kleinste Details, wie die Ringe an Camilles Finger, das Kinderspielzeug, die Ornamente und Figuren auf Paravent und Wandtapete. Die stimmige und feinsinnige Komposition friert alle Akteure mit Blickrichtung zur Hauptfigur ein wie in einem Filmstill. Beschriftung: Unterhalb der Darstellung in der Platte signiert "Leop. Flameng". - Es handelt sich hier wohl um ein Vorzugsexemplar, bei dem sich die Bildunterschrift von der Normalausgabe typografisch unterscheidet (avant la lettre). Die Radierung erschien 1882 mit veränderter Typographie in der Zeitschrift "L’Art. Revue hebdomadaire illustrée" unter Angabe des Druckers Charles Chardon. Maße: Das Blatt misst ca. 30,4 x 44,5 cm, die Darstellung ca. 20,5 x 28,5 cm. Zustand: Das Blatt ist an den Kanten leicht angeschmutzt und etwas gebräunt bzw. braunfleckig. An der linken Blattkante mit kleinem braunen Fleck sowie kleiner Fehlstelle. Verso an der oberen Kante mit Papierrückständen der früheren Montierung. Im Übrigen ist das Blatt in gutr Erhaltung.
Léopold Flameng
Der Halt
1863, Radierung auf aufgewalztem Chinapapier auf leichtem Karton
Darstellung: Reproduktionsgrafik von Leopold Flameng nach einem Werk von Ernest Meissonier (1815-1891). Offiziere zu Pferden bei einem Halt an einem Gasthof. Eine Frau reicht ein Bierglas auf einem Tablett an einen der Reiter. In der Tür stehen ein Pfeife rauchender Mann und ein Kind. Auf dem Landgasthof treiben sich Hühner vor einem Karren umher. Beschriftung: Unterhalb der Darstellung in der Platte bezeichnet "Leopold Flameng aquaf.[orte] 1863" sowie im Motiv unten links in der Platte "EMeissonier 1862". Maße: Das Blatt misst ca. 33 x 39,5 cm, die Darstellung ca. 12 x 15,6 cm. Zustand: Der leichte Karton braunfleckig, die Darstellung jedoch nicht betroffen. Die Kanten unregelmäßig beschnitten und sowie in den Rändern teils mit leichten Knickspuren.