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Startseite: Pol Bury

Pol Bury (geboren 1922 in Haine-Saint-Pierre/La Louvière; gestorben 2005 in Paris) war ein belgischer Maler, Bildhauer und einer der bedeutendsten Vertreter der kinetischen Kunst. Nach ersten Jahren in Frankreich studierte er 1938/39 an der Académie des Beaux-Arts in Mons Malerei und Dekoration. In dieser Zeit schloss er sich dem Kreis der wallonischen Surrealisten um Achille Chavée an und ließ sich von Künstlern wie René Magritte und Yves Tanguy prägen. Seine frühen Arbeiten stehen ganz im Zeichen des Surrealismus. Er beteiligte sich an entsprechenden Gruppenausstellungen und gehörte später den Künstlergruppen Jeune Peinture Belge und CoBrA an. Ende der 1940er-Jahre wandte sich Bury zunehmend von der Malerei ab und experimentierte mit geometrischer Abstraktion und Reliefs. Um 1952/53 vollzog er, angeregt durch die Mobiles Alexander Calders, den entscheidenden Schritt zur Skulptur und zur Bewegung: Aus langsam rotierenden, kippenden oder kaum merklich gleitenden Elementen – häufig Kugeln, Stäben oder Zylinder aus Metall – entwickelte er Werke, in denen Zeit, Minimalbewegung und optische Irritation im Vordergrund stehen. In den 1960er-Jahren etablierte er sich international als Pionier der kinetischen Kunst. 1964 vertrat er Belgien auf der Biennale von Venedig, es folgten große Wanderausstellungen in Europa und den USA. Neben Skulpturen im Innen- und Außenraum schuf Bury Zeichnungen, Druckgrafiken, Schmuckobjekte und vor allem seine charakteristischen Brunnenanlagen, in denen polierte Metallformen und Wasser zu langsam wechselnden, zugleich spielerischen wie kontemplativen Konstellationen zusammenfinden. Seit den 1960er-Jahren lebte er überwiegend in Paris, lehrte zeitweise in den USA und realisierte zahlreiche großformatige Arbeiten im öffentlichen Raum, etwa Brunnen und Fassadenreliefs in europäischen und amerikanischen Städten. Heute gilt Pol Bury als einer der maßgeblichen Erneuerer der Nachkriegsskulptur, dessen Beitrag zur Verbindung von Bewegung, Raum und Wahrnehmung in vielen Museen und Sammlungen weltweit präsent ist.

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