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Hanna Forster (geboren 1903 in Kaiserslautern; gestorben 1997 in Memmingen) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Illustratorin, die vor allem durch Kinderbuch- und Schulbuchillustrationen sowie Stadtansichten aus Memmingen Bekanntheit erlangte. Nach ihrer Ausbildung an der Kunstakademie in Karlsruhe zog sie 1927 nach Memmingen, wo sie fortan lebte und arbeitete. Hier lernte sie den Altphilologen, Schriftsteller und Künstler Hans Weis kennen, den sie später heiratete und dessen Namen sie oft im Doppelnamen Weis-Forster führte. In Memmingen entwickelte Forster ein vielseitiges Œuvre zwischen heiter-naiver, klar konturierter Illustration und beobachtender Stadtlandschaft. Ihren Ruf als Illustratorin begründete sie mit populären Kinderbüchern wie den „Bunten Geschichten für den kleinen Leser“ sowie dem gemeinsam mit Hans Weis veröffentlichten Märchenheft „Tripp und Trapp und ihre Abenteuer“ (o. J., um 1946/48, L. Buchert, Mülhausen). Darüber hinaus prägte sie die Pfalz-Fibel „Meine bunte Welt“ (verbindliches Erstlesebuch in der Pfalz von 1952 bis 1967) durch ihre stimmungsvollen, regional verankerten Zeichnungen, die bis heute Erinnerungswert für eine ganze Generation besitzen. Neben der Buch- und Gebrauchsgrafik entstanden Aquarelle und Zeichnungen mit Motiven aus Memmingen und Umgebung. Einige Stadtansichten von 1945 fertigte Forster im Auftrag der amerikanischen Militärregierung an. Forsters frühe Bindungen an ihre pfälzische Herkunft blieben sichtbar: In den 1920er-Jahren gestaltete sie für die Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler den Umschlag eines Ausstellungskatalogs beim Badischen Kunstverein Karlsruhe. Ihr Nachlass und zahlreiche Arbeiten werden heute in Memmingen bewahrt. 2019 würdigte die MEWO-Kunsthalle gemeinsam mit dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv Memmingen Forsters Werk in der Ausstellung „Hanna Forster – Künstlerin und Illustratorin“, die die Breite ihrer Interessen – von Reiseimpressionen über Kirchenzeichnungen im Umland bis zu Kinderbuchillustrationen – sichtbar machte. Als Künstlerin, die zwischen Pfalz und Allgäu wirkte, steht Hanna Forster für eine Generation von Illustratorinnen, deren Bilder das visuelle Gedächtnis von Regionen und Kindheiten gleichermaßen geprägt haben – unaufdringlich, zugewandt und in der handwerklichen Klarheit der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit verwurzelt.
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