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Johann Heinrich Wilhelm Tischbein

Am Brunnen

Jahr: undatiert

Technik: Aquarell über schwarzer Kreide

Material: Papier

Artikelnummer: KKS202400898

1.600,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Darstellung

Schönes, teilkoloriertes Studienblatt, mittig mit Steinbrunnen, an dem sich Mann und Ochse laben, die kleine Ziege im Vordergrund kaut frech am Grünzeug. Im Hintergrund weitere Zeichnungen in schwarzer Kreide. Bei der Arbeit handelt es sich vermutlich um eine Kopie nach einem Werk Nicolaes Berchtems. Das Blatt war auf einen Pappträger montiert, auf dem sich oben der

Beschriftung

Auf dem Pappträger oben mit Bleistift oder schwarzer Kreide teils unleserlich bezeichnet und signiert "...Nicolaes Berghem...von ...J. W. Tischbein...".

Maße

Das Blatt misst ca. 36,5 x 47 cm, der Trägerkarton misst ca. 37 x 48 cm.

Zustand

Die Zeichnung gedunkelt und stellenweise verblasst. Das Papier verso ganzflächig mit Kleber auf einen Bogen Bütten montiert, dadurch Falten- und Blasenbildung auf beiden Papieren, stark gebräunt, in den Rändern stark knick- und quetschfaltig, hier viele Einrisse, teils große Ausrisse, stellenweise porös, kleinere Löcher in der Blatträndern. Das Trägerpapier stark griffspurig und gebräunt, wasser- und stockfleckig, berieben, knick- und quetschfaltig, angeschmutzt, die Ränder bestoén, mit Ein- und Ausrissen. Die Trägerpappe separat, in den Rändern umlaufend Papierreste, oben mit der Beschriftung und Signatur Tischbeins. Der Träger stark griff- und atelierspurig, gebräunt, wellig, berieben, in den Kanten berissen, bestoßen und angeschmutzt, mit Kleberresten, verso mit klammerspuren in den Rändern und Löchern, umlaufend Montagereste und Bleistiftannotationen.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (geboren 1751 in Haina, gestorben 1829 in Eutin) war ein deutscher Künstler aus der hessischen Malerfamilie Tischbein. Tischbein studierte ab 1765 zunächst bei seinem Onkel Johann Heinrich Tischbein d. Ä., danach bei seinem Onkel Johann Jacob Tischbein. Da er kein Interesse an der Landschaftsmalerei hegte, wechselte er zu seinem vetter Johann Dietrich Lelly, einem Hamburger Kopisten, Kunsthändler und Restaurator, ließ sich von ihm an die Historeinmalerei heranführen und konnte dort auch die alten Meister studieren. 1771 reiste er nach Holland, ab 1777 war er am Berliner Hof als Porträtmaler beschäftigt. Eine erste Reise nach Rom erfolgte 1779 aus Stipendienmitteln, hier wechselte er stilistisch vom Rokoko zum Klassizismus. Ein zweiter Rom-Aufenthalt gelang 1783 durch die Hilfe seines Freundes J. W. Goethe, mit dem er das Land bereiste. Vom Herbst 1789 bis 1799 war Tischbein Direktor der Accademia di Belle Arti Neapel. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1799 gründete Tischbein in Göttingen eine Zeichenakademie für Damen. Tischbein lebte bis zu seinem Tod 1829 in Eutin, wo der spätere Großherzog auf Schloss Eutin seine Sommerresidenz hatte und Tischbein die Söhne des Herzogs und der Gesellschaft im Zeichnen unterrichtete.

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