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Paul Schröter

Lesender Otto Modersohn

Jahr: um 1903

Technik: Kreide

Material: Papier

Artikelnummer: KKS202500724

Artikel zurzeit vergriffen
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Darstellung

Wunderschönes Studienblatt mit zwei Zeichnungen des lesenden Worpsweder Künstlerfreundes Otto Modersohn, im Profil nach links. // Schröter hatte in den 1880er Jahren zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, wo er Bekanntschaften mit Zukunftswert machte - er befreundete sich mit den Malern Fritz Mackensen und Fritz Overbeck, trat der Studentenverbindung "Tartarus" bei, in der auch Otto Modersohn und Karl Krummacher zirkulierten. Doch während die Kollegen Mackensen und Modersohn 1889 ins romantisch belandschaftete Teufelsmoor einzogen und die "Künstlerkolonie Worpswede" formten, verschlug es Schröter zunächst an die Münchener Akademie der Bildenden Künste und die dortige "Secession", er reiste weiter nach Holland, Belgien, Spanien und 1898 zurück nach Hamburg. Die von der Umgebung begeisterten, hochinspirierten Freunde wurden des Lobes nicht müde und so ließ sich auch Schröter 1901 schließlich nach Worpswede locken. Rund zwei Jahre später entstand das hier vorgestellte Studienblatt, das den lesenden Modersohn mit schnellen, vibrierenden Kreidestrichen gleich zweimal im Profil nach links zeigt. Der herausragende Zeichner blieb drei Jahre im pittoresken Schaffensidyll, ging dann nach Bremen und schließlich nach Berlin. Werke Schröters finden sich heute in norddeutschen Museen und Privatsammlungen, ein großer Teil wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört - das hiesige Kleinformat aber erfreut sich eines guten Zustands und wurde mit einer erquicklich hohen Anzahl weiterer Papierarbeiten aus dem Nachlass des Künstlers (Stempel auf der Rückseite) 1996 in der Berliner Galerie Pillango ausgestellt.

Beschriftung

Verso mit dem Nachlassstempel des Künstlers.

Maße

Das Blatt misst ca. 31,0 x 31,7 cm.

Zustand

Die Zeichnung herrlich nuanciert und konturiert, sehr gut erhalten. Der Bogen in den Rändern unregelmäßig beschnitten, griffspurig, gebräunt, knick- und quetschfaltig, atelierspurig und lichtrandig, in den Kanten bestoßen und angeschmutzt, verso oben Montierungsreste. Sonst gut erhalten.

Provenienz

Aus dem Nachlass Paul Schröters, Galerie Pillango, Berlin.

Paul Karl Alfred Schroeter, auch Schröter (geboren 1866 in Kempen/ Posen, gestorben 1946 in Linow), war ein deutscher Maler und Radierer. Er studierte zunächst ab Anfang der 1880er Jahre in Düsseldorf an die Kunstakademie, wo er Schüler von Eduard Gebhardt, Peter Janssen d. Ä. und Adolf Schill war. Hier trat er neben Fritz Overbeck und weiteren jungen Malern der Akademie der Studentenvereinigung „Tartarus“ bei, welche auch unregelmäßig Zeitschriften herausbrachte, an denen er sich mit Illustrationen beteiligte. Auch lernte er hier den schon damals bekannten Maler Fritz Mackensen kennen. Von Düsseldorf wechselte Schroeter an die Akademie der Bildenden Künste in München und trat in die Allgemeine Deutsche Kunstgenossenschaft ein. Seit 1893 in München tätig, wurde er Mitglied der Münchner Secession. Studienreisen führten ihn nach Holland, Belgien und Spanien, und für kurze Zeit hielt er sich in der Künstlerkolonie Willingshausen auf, wo er mit Carl Bantzer, Georg Burmester und Wilhelm Thielmann zusammentraf. 1895 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine große Goldmedaille. Von 1898 bis 1901 lebte Schroeter in Hamburg und freundete sich mit Ernst Eitner und Arthur Illies an, den Mitbegründern des Hamburgischen Künstlerklubs. Mit Mackensen, Modersohn und Overbeck verband ihn eine enge Freundschaft, und es waren dieselben, die ihn überredeten, in die noch junge Worpsweder Künstlerkolonie zu kommen. Mit seiner Frau Grete und den Kindern zog Schroeter 1901 nach Worpswede, und von da um 1904 nach Bremen-Horn, wo er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes wurde. Hier im Norden Deutschlands malte er Porträts, Landschaften und Innenraumbilder mit meist bäuerlichen Themen. 1908 verließ Schroeter Bremen, siedelte nach Berlin über und war Mitglied im Verein Berliner Künstler,

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